Handlaminat
Beim Handlaminieren wird die Verstäkungsfaser in Mattenform zusammen mit dem Matrixharz (Epoxi- oder Polyesterharz) in eine offene, einschalige Negativform eingebracht. Das Laminat wird mittels Pinsel und Roller verdichtet und entlüftet. Nach dem Aushärten – bei Raumtemperatur in der Regel über Nacht – wird das Bauteil entformt, besäumt und, falls notwendig, gebohrt. Eine zuvor in die Form gespritzte Oberflächenschicht (Gelcoat) erzeugt eine glatte Oberfläche, schützt das Faserlaminat vor Verwitterung und kann problemlos angeschliffen und
lackiert werden. Im Handlaminierverfahren lässt sich bei relativ niedrigen Werkzeugkosten vom kleinen bis zum großen, komplexen Bauteil alles herstellen. Beispiele: Motorradverkleidung, Karosserieteile, Rotorblätter.

